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Seminar Umgang mit Diversität in der Beratung

Es gibt in sozialen Zusammenhängen wohl kaum Bezeichnungen, die mehr mit Klischees und Zuschreibungen behaftet sind, als wenn von Männern und Frauen die Rede ist. Dass Vorstellungen über Weiblichkeit und Männlichkeit auch grossen Einfluss auf jegliche Interaktionen zukommt, ist in den Sozial- und Genderwissenschaften mittlerweile hinlänglich belegt. Gerade in professionellen Beratungskontexten, in denen es auch darum geht, Menschen möglichst ohne Vorurteile zu begegnen, ist die Sensibilität für die soziale Kategorie Geschlecht für eine auf biographisches Verstehen angelegte Unterstützung unabdingbar. Genderkompetenzen gelten daher heute vielfach als eigentliche Schlüsselkompetenzen auch für professionelle Beratung.

Das Weiterbildungsseminar bietet den Teilnehmenden Inputs für die Reflexion und Weiterentwicklung ihrer Beratungspraxen vor dem Hintergrund des Anspruchs einer gendersensiblen Beratung. Die (selbst-)reflexive Beachtung der sozial hergestellten Zuschreibungen und Erwartungen an Frauen und Männer nimmt dabei zum einen die jeweiligen Vorstellungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst in den Blick. Zum anderen soll das Wissen über geschlechtsbezogene Zuschreibungen und deren Beschränkungen für das Fallverstehen sowie die konkrete Interaktion mit Klientinnen und Klienten bewusst gemacht und hinsichtlich sich daraus ergebender Handlungsimplikationen befragt werden.

Kursbeginn

Auf Anfrage
Preis
1200.00 CHF

Kursadresse

FHS St.Gallen
Rosenbergstrasse 59
9001 St.Gallen

Kursziel

Die Teilnehmenden erhalten ausgewählte Wissensbestände zu sozial bedeutsamen Vorstellungen über Männlichkeit und Weiblichkeit und deren mögliche Auswirkungen auf die Lebenslage, die Lebenschancen und Kommunikationsmuster von Menschen. Sie reflektieren diese Erkenntnisse (selbst-) kritisch im Hinblick auf deren Beitrag zur Zementierung von sozialer Ungleichheit und deren Bedeutung für professionelle Beratungskontexte. Sie erweitern ihre Kompetenzen für einen professionell angemessenen Umgang mit Bewältigungsstrategien und Kommunikationsmustern, die durch eine geschlechtsspezifische Sozialisation erworben worden. Darüber hinaus gewinnen die Teilnehmenden Einblicke in Beratungspraxen der gesamten Gruppe und erproben konkrete Konzepte und Methoden einer gender-sensiblen Vorgehensweise.

Inhalt

  • Männlichkeit und Weiblichkeit – Entstehung und Relevanz sozial bedeutsamer Strukturkategorien
  • Das Eigene und seine Bedeutung für Anderes
  • Kompetenzen gendersensiblen Beratens

Zielgruppe

Fachpersonen aus Arbeitsbereichen wie Soziale Arbeit, Pädagogik, Psychologie, Gesundheit, Theologie, Verwaltung, Personalmanagement etc., die ihre Beratungstätigkeit reflektieren und qualitativ weiterentwickeln wollen.
 

Voraussetzungen

Voraussetzung ist ein aktueller Beratungskontext, Interesse an Genderfragen sowie Bereitschaft, Praxisbeispiele einzubringen.

Kursform

Live-Veranstaltungen

Unterrichtssprache

Deutsch