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MAS Informatik

Noch immer ist in der Industrie der Mangel an Fachingenieuren mit Informatikhintergrund ein Dauerthema. Insbesondere Fachexperten, die ein breites Informatikwissen mit anderen Disziplinen und/oder betriebswirtschaftlichen Kenntnissen vereinen können, haben gute Karten im Karriere-Poker. Das macht den Master of Advanced Studies (MAS) in Informatik zu einem Bluechip unter den MAS-Titeln.

Kursbeginn

26.04.2019
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Kurszeit

18:15 - 16:45
Preis
21500 CHF

Kursadresse

ZHAW
Technikumstrasse 9
8401 Winterthur

Kursziel

Dieser Studiengang ermöglicht Ingenieurinnen und Ingenieuren aus anderen Fachbereichen einen erfolgreichen Einstieg in das breite und spannende Wissensgebiet der Informatik. Die Absolventen des Studienganges erwerben fundierte Kenntnisse in allen Teilbereichen der Informatik, um in einem der diversen Berufe der ICT Fuss zu fassen.

Angesprochen sind mit dieser generalistischen Zusatzausbildung in Informatik Personen, die in anspruchsvollen Aufgaben in der Software-Entwicklung, dem Betrieb von Informatiksystemen, der Leitung von Informatikprojekten, der Beratung oder dem Verkauf von Informatiksystemen bzw. -produkten tätig sind oder eine entsprechende Veränderung anstreben.

Die Informatik entwickelt sich rasant weiter. Darum wird im Studiengang Wert darauf gelegt, dass vor allem Konzept-Wissen vermittelt wird, das Ihnen erlaubt, bei heutigen und zukünftigen Informatikentwicklungen an vorderster Front mitzuarbeiten und sich rasch in neue Methoden und Technologien einzuarbeiten.

Inhalt

Modulgruppe 1 "Computersysteme"

Sie sind in der Lage,

  • den Aufbau und die Funktionsweise von Computersystemen zu erklären.
  • die elementaren Eigenschaften von Hardware-Beschreibungssprachen am Beispiel Verilog zu erläutern.
  • die hardwarenahe Programmierung in Assembler zu verstehen und für einfache Beispiele zu benutzen.
  • die grundlegende Vorgehensweise beim Erstellen performanter technisch-wissenschaftlicher Algorithmen in Mikroprozessorumgebungen zu illustrieren.

Modul 1.1 "Grundlagen Computersysteme"

Modul 1.2 "Einführung in HW-Beschreibungssprache (Verilog)"

Modul 1.3 "Grundlagen Assembler"

Modul 1.4 "Technisch-wissenschaftliche Algorithmen"

Modulgruppe 2 "Programmiersprachen"

Sie sind in der Lage,

  • die grundlegenden Begriffe der Informatik wie Algorithmus, Programm, Programmiersprache und deren Zusammenhang zu erläutern.
  • eine Aufgabenstellung zu formalisieren und mittels einer Programmiersprache als Programm zu beschreiben.
  • die Grundkonzepte der objektorientierten Programmierung mit der Programmiersprache Java für eine Aufgabenstellung korrekt anzuwenden.
  • die verschiedenen Programmiersprachenparadigmen (prozedural, objektorientiert etc.) und entsprechenden Programmiersprachen sowie deren Unterschiede zu benennen.
  • die grundlegenden Konzepte und Sprachen der Programmierung im Webumfeld einzuordnen.
  • selbständig kleine clientseitige, dynamische Webanwendungen zu erstellen.
  • die wichtigsten Bibliotheksfunktionen der Programmiersprachen Java oder C# zu benennen und einzusetzen, um Desktop-, Web- oder mobile Applikationen zu erstellen.
  • grundlegende Konzepte, Technologien und Werkzeuge korrekt einzusetzen, um effizient robuste, performante und wartbare Applikationen zu entwerfen.

Modul 2.1 "Grundlagen Programmierung"

Modul 2.2 "Programmiersprachen - Vergleich"

Modul 2.3 "Programmiersprachen - Vertiefung"

Modul 2.4 "Programmiersprachen - Fallbeispiel"

Modulgruppe 3 "Betriebssysteme"

Sie sind in der Lage,

  • den grundlegenden Aufbau, die Komponenten und Konzepte von Betriebssystemen zu erläutern.
  • die generellen Konzepte auf gängige Betriebssysteme (Windows, Unix/Linux etc.) zu übertragen und sie für die systemnahe Programmierung oder Benutzung einsetzen zu können.
  • die Funktionsweise und Konzepte von verteilten Systemen zu erklären.
  • den Aufbau, Zweck und die Einsatzmöglichkeiten der verschiedenen virtuellen Systeme darzustellen.

Modul 3.1 "Grundlagen Betriebssystemen"

Modul 3.2 "Verteilte Systeme"

Modul 3.3 "Virtuelle Systeme"

Modulgruppe 4 "Software-Engineering"

Sie sind in der Lage,

  • gängige Software-Prozessmodelle und das dazugehörige Projektmanagement für Informatikprojekte zu verstehen.
  • Kriterien und das Vorgehen für das Tailoring (Anpassen) eines Software-Prozessmodells an eine Problemstellung zu illustrieren.
  • die Anforderungen an ein Software-System zu erheben und darauf aufbauend Software-Projekte zu planen, durchzuführen und zu überwachen.
  • Anforderungen in eine Software-Architektur und -Design zu überführen und zu implementieren.
  • Software-Architekturen nach Prinzipien und Designpatterns anzuwenden und wissen, wie bestehender Code verbessert werden kann.
  • die Möglichkeiten und Grenzen des Testens von Software auf unterschiedlichen Ebenen zu verstehen, Strategien und Methoden anzuwenden und effektive Tests zu entwerfen.
  • strategische Entscheide für Software-Sourcing vorzubereiten, die Risiken und Erfolgsfaktoren einer verteilten Software-Entwicklung abzuschätzen und Zulieferer für Software zu bewerten.

Modul 4.1 "Software-Requirements und Projektmanagement"

Modul 4.2 "Software-Design und Realisierung"

Modul 4.3 "Software-Testing"

Modul 4.4 "Verteilte Software-Entwicklung und Outsourcing"

Modulgruppe 5 "Informationssysteme"

Sie sind in der Lage,

  • die Theorie relationaler Datenbanken zu erklären.
  • eine datenorientierte Analyse durchzuführen und darauf basierend ein Datenmodell (Entity Relationship Model, ERM) zu erstellen.
  • mit der Datenbanksprache SQL (ANSI) eine relationale Datenbank aus einen ERM zu implementieren und Abfragen darauf zu formulieren.
  • die wirtschaftliche Relevanz von Auswertungen in Datenhaltungssystemen zu erläutern.
  • die Anforderungen an und den Aufbau von gezielt für die Auswertung aufgebauten Datenhaltungssystemen (Data Warehouses) zu erklären.
  • die wesentlichen Ansätze für Auswertungen in Datenhaltungssystemen für strukturierte und unstrukturierte Daten für einfache Problemstellungen zu illustrieren.
  • die speziellen Eigenschaften mobiler Benutzerschnittstellen und weitere wichtige Aspekte, die beim Design und der Entwicklung mobiler Applikationen zu berücksichtigen sind, auf eigene Anwendungen zu übertragen.
  • einfache native Applikationen für eine der gängigen Mobilplattformen zu konzipieren und zu entwickeln.

Modul 5.1 "Grundlagen Datenbanken"

Modul 5.2 "Datenanalyse und Informationsmanagement"

Modul 5.3 "Mobile Applications"

Modulgruppe 6 "Datenkommunikation"

Sie sind in der Lage,

  • die Grundlagen der Datenkommunikation darzustellen.
  • aufbauend auf dem erworbenen Grundlagenwissen neue Netzwerkprotokolle und Verfahren der Datenkommunikation selbstständig zu erarbeiten und zu verstehen sowie kleinere Netzwerke zu konzipieren und zu analysieren.
  • die gängigen Protokolle der drahtlosen Datenkommunikation zu beschreiben und können Anforderungen für kleinere drahtlose Computernetzwerke formulieren und analysieren.
  • die Grundbegriffe der Kryptologie und die prinzipiellen Verfahren der Datenverschlüsselung zu verstehen und können Anforderungen für sichere Datennetzwerke formulieren.

Modul 6.1 "Grundlagen Computernetze und Datenkommunikation"

Modul 6.2 "Drahtlose Datenkommunikation"

Modul 6.3 "Kryptologie in der Datenkommunikation"

Modulgruppe 7 "Masterarbeit"

Sie sind in der Lage,

  • ein berufsbezogenes Themengebiet für die Masterarbeit zu bestimmen und einzugrenzen.
  • klare Vorstellungen über das zu erreichende Ziel der Masterarbeit zu erlangen.
  • eine Fragestellung eigenständig, nach wissenschaftlichen Kriterien systematisch und methodisch korrekt zu bearbeiten.
  • Überlegungen durch logische Argumentation und eigenständige Interpretation beweisbar zu machen.
  • die Resultate der Masterarbeit auszuwerten und diese anderen zugänglich zu machen.
  • die Ergebnisse formal korrekt zu präsentieren und in einem Diskurs zu begründen sowie Kritik anzunehmen und sich damit auseinanderzusetzen.

Modul 7.1 "Masterarbeit definieren"

Modul 7.2 "Masterarbeit bearbeiten"

Zielgruppe

Sie bringen bereits die spezifische Fachausbildung einer Hochschule (FH, HTL, HWV, ETH, Universität) mit und möchten sich gezielt weiterentwickeln?

Sie möchten als Hochschulabsolvent einer anderen Ausrichtung Ihren Horizont und Ihre Optionen erweitern?

Oder Sie möchten als kompetente, etablierte Informatikerinnen und Informatiker ein Nachdiplomstudium auf Hochschulstufe absolvieren?

Voraussetzungen

In der Regel sind der Abschluss an einer Hochschule (FH, HTL, HWV, ETH, Universität) sowie eine anschliessende qualifizierte Berufserfahrung in einer anspruchsvollen Tätigkeit von mindestens zwei Jahren erforderlich.

Absolventinnen und Absolventen mit einer höheren Berufsausbildung (eidg. FA, eidg. Diplom, HF) und einer Berufstätigkeit seit mindestens sechs Jahren können ebenfalls aufgenommen werden. Über die definitive Zulassung entscheidet die Studienleitung.

Vorkenntnisse

Grundkenntnisse in Informatik und erste praktische Erfahrungen im ICT-Umfeld sind sinnvoll, aber nicht Voraussetzung. Spätestens während des Studiums sollte aber eine Tätigkeit in einem ICT-Beruf ausgeübt werden, um das Gelernte anwenden und verankern zu können. Weiter sollte Ihnen logisches und abstraktes Denken zur Problemlösung Freude machen.

Unterrichtssprache

Deutsch