Bildungspflicht für Erwachsene

Wie gelingt es Mitglieder der digitalen Gesellschaft sich an die veränderten Anforderungen anzupassen und das Leben erfolgreich zu bewältigen? Viele Anbieter von Erwachsenenbildung und Weiterbildung sehen im lebenslangen Lernen die Lösung.
Findet man auf der Ebene der Grundbildung noch die allgemeine Schulpflicht, die ausnahmslos alle dazu verdonnert Bildungsleistungen zu konsumieren, so gibt es im Bereich Erwachsenenbildung nicht vergleichbares. Allerdings ist auch hier das Lernen nicht ganz frei von Zwängen. Viele Personen bilden sich weiter, um ihren Marktwert in der Arbeitswelt zu steigern oder zumindest zu erhalten. Ein paar wenige bilden sich weiter aus purer Freude und Neugier. Der grosse Teil bleibt aber bildungsabstinent. Die Ursachen sind vielschichtig. Ein Problem ist die Sozialisierung. Tendenziell weisen Eltern einen höheren Bildungsgrad auf als ihre Kinder. Die Gesellschaft verliert so permanent an gebildeten Personen. Ein weiteres Problem ist, dass Bildungsferne Schichten auch in der Elternbildung abstinent bleiben. Anreizsystem mit Bildungsgutscheinen zeigen wenig Wirkung.
Vermutlich wäre es sinnvoll die obligatorische Ausbildungszeit zu staffeln.
z.B. 7 Jahre obligatorische Grundbildung im Jugendalter. Diese Reduktion ist möglich, da heute viele Informationen ohne Vermittlungsprozesse durch Lehrpersonen zugänglich sind. Zudem sind Jugendliche heute früher körperlich weiter entwickelt.
Die verbleibenden zwei Jahre der obligatorischen Schulzeit könnte man auf Teilzeitsequenzen aufteilen, die man bis zum 80. Lebensjahr beziehen muss. Eine Person kann dann bis zum 80. Lebensjahr 100 Wochen staatlich finanzierte Erwachsenenbildung beziehen. Mit den heutigen Erkenntnissen bezüglich Kompetenzmodellen und selbst organisierten Lernen hätte man auch erwachsenenbildungsgerechte Bildungskonzepte.

Was meinen Sie zu diesem Vorschlag?

 

Kommentare

Literaturtipp

Immer mehr sollen die Kinder

Immer mehr sollen die Kinder und Jugendlichen in der Schule lernen, da schein eine Schulzeitverkürzung wenig sinnvoll. Andererseits gestaffelte Bildung tönt reizvoll, allerdings sollte sie doch etwas vor dem 80 Lebensjahr abgeschlossen werden, um dem Arbeitsmarkt von Nutzen zu sein.